Automatisierungs- und SPS-Techniker gewinnen: was die Rolle tatsächlich abgrenzt
Die Automatisierung ist unter den technischen Berufen darin besonders, dass sie sich nicht mit einem Fachgebiet beschreiben lässt. Wer an einer Linie die Steuerung einrichtet, bewegt sich zwischen Elektrotechnik, Mechanik und Software, und je nachdem, welche dieser drei Seiten Ihr Betrieb am meisten braucht, sieht die passende Person anders aus. Eine Beschreibung der Art „wir suchen einen Automatisierungstechniker“ sagt deshalb für sich genommen fast nichts. Diese Seite trennt, was aus Vorschriften folgt, was bloße Branchenüblichkeit ist und was jeder Betrieb selbst festlegt.
Was sich unter „Automatisierung“ verbirgt
Unter einem Namen treffen sich Rollen mit sehr unterschiedlichem Inhalt, und jede Variante betont eine andere Fähigkeit.
Der Unterschied zwischen ihnen ist für die Besetzung wesentlicher als die Stellenbezeichnung selbst. Wer über Jahre bestehende Linien zuverlässig instand hält, muss nicht derjenige sein, der die Steuerung einer neuen Anlage vorbereitet – und umgekehrt.
In der Praxis geht es um vier verschiedene Aufgaben:
- Instandhaltung und Diagnose bereits betriebener Anlagen
- Inbetriebnahme neuer Linien und deren Abstimmung
- Anpassung von Programmen nach Änderungen in der Fertigung
- Entwurf des Steuerungsteils einer Anlage und dessen Dokumentation
Was aus Vorschriften folgt und was nicht
Hier lohnt es sich, drei Dinge zu trennen, die in Anzeigen üblicherweise vermischt werden.
Geregelte Befähigung: Soll eine Person an einer elektrischen Anlage tätig werden, richtet sich ihre fachliche Befähigung nach der tschechischen Regierungsverordnung Nr. 194/2022 Sb. Das ist eine rechtliche Anforderung, die an Tätigkeit und Anlage knüpft und nicht an eine Stellenbezeichnung. Betreibt ein Unternehmen vorbehaltene technische Anlagen, gilt zusätzlich die Regelung nach dem tschechischen Gesetz Nr. 250/2021 Sb.
Branchenüblichkeit: Kenntnis einer bestimmten Steuerungsplattform, Erfahrung mit einem bestimmten Bustyp oder Praxis mit Robotern eines bestimmten Herstellers. Nichts davon folgt aus einer Vorschrift, auch wenn Arbeitgeber es häufig als Bedingung nennen.
Betriebliche Wahl: die eingesetzten Systeme, die Sprache der Dokumentation, die Art der Programmverwaltung und der Fernzugriff auf die Anlagen. Das legt allein das Unternehmen fest, und eine Bewerberin oder ein Bewerber kann es vorab nicht wissen.
Aus dem Ausland lässt sich diese Position besetzen. Bei Nachweisen aus dem Ausland ist dabei zu prüfen, ob und in welcher Form sie für die jeweilige Tätigkeit anerkannt werden; die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist eine eigene Frage, die diese Seite nicht behandelt.
Steuerungsplattformen und der Umgang damit in der Beschreibung
Die Kenntnis einer bestimmten SPS-Plattform ist der häufigste Grund, aus dem eine Beschreibung den Kreis unnötig verengt. Die Umgebungen der Hersteller unterscheiden sich, die Logik der Arbeit überträgt sich jedoch weitgehend – wer versteht, was die Steuerung tun soll, findet sich in einer anderen Umgebung zurecht, wenn er Zeit dafür bekommt.
Es lohnt sich deshalb, in der Beschreibung zu trennen, was vom ersten Tag an wirklich notwendig ist und was sich nachlernen lässt. In einem Betrieb mit einer einzigen Plattform und ohne Kapazität für Einarbeitung ist die Anforderung berechtigt. Wo mehrere Systeme nebeneinander laufen, zählt meist mehr, Dokumentation lesen und die Ursache einer Störung systematisch suchen zu können.
Lohnniveaus für diese Positionen nennen wir nicht; Lohnangaben denken wir uns nicht aus. Eine Orientierung bietet das tschechische Informationssystem über den durchschnittlichen Verdienst (ISPV), betrieben vom tschechischen Ministerium für Arbeit und Soziales (MPSV), in dem sich mit Angaben nach Beruf und Region arbeiten lässt.
In der Beschreibung klären Sie deshalb:
- Welche Systeme im Betrieb tatsächlich im Einsatz sind
- Ob es um Anpassungen bestehender Programme oder um die Erstellung neuer geht
- Ob jemand verfügbar ist, der eine neue Person in die Umgebung einführt
- Welcher Teil der Arbeit an der Anlage stattfindet und welcher außerhalb
Die Sicherheitstechnik und warum man danach getrennt fragt
Die Sicherheitskreise von Maschinen sind der Bereich, in dem sich die Erfahrung am stärksten unterscheidet und in dem sich das zugleich am schlechtesten aus einem Lebenslauf erkennen lässt. Manche haben sich nur in der Betriebslogik bewegt, andere regelmäßig auch Sicherheitsfunktionen und deren Dokumentation bearbeitet.
Für den Betrieb ist das wesentlich, weil ein Eingriff in den Sicherheitsteil andere Folgen hat als eine Änderung der Betriebslogik. Diese Erfahrung prüft man deshalb am besten mit einer eigenen Frage und setzt sie nicht nach der Dauer der Praxis voraus.
Wonach Sie in der Auswahl fragen
Bei der Automatisierung bewährt es sich, nach konkreten Situationen zu fragen statt nach einer Liste von Technologien. Die Beschreibung einer tatsächlich gelösten Störung samt dem Weg zur Ursache sagt über die Arbeitsweise mehr als eine Aufzählung von Abkürzungen.
Ebenso lohnt es sich zu besprechen, wie jemand mit Dokumentation umgeht und was er hinterlässt. In einem Betrieb, in dem Anlagen über Jahre betrieben werden, ist die Nachvollziehbarkeit der vorgenommenen Änderungen oft wertvoller als die Geschwindigkeit des Eingriffs selbst.
Über die Störungsbeschreibung und den Umgang mit Dokumentation hinaus lohnt es sich zu prüfen:
- Erfahrung mit der Inbetriebnahme von Anlagen
- Erfahrung mit dem Sicherheitsteil der Anlagen
- Die Bereitschaft zu Einsätzen vor Ort oder zu Rufbereitschaft, sofern der Betrieb sie verlangt
Instandhaltung und technischer Service Wo Automatisierungsarbeit auf die tägliche Instandhaltung trifft.